Berufsbegleitende
Fortbildung

KINDER DIE AUS DEM RAHMEN FALLEN...
Wie können wir sie besser verstehen?

„Der bewertende, abschätzende Blick wirkt immer kränkend, auch wenn er zu positiven Ergebnissen führt, denn er degradiert den Menschen zum Objekt einer Qualitätsprüfung, reduziert ihn auf ein zu begutachtendes (totes) Abbild seiner selbst, lässt ihn mitten im Leben zur Pose erstarren und ist somit seinem Wesen nach der beziehungsverhindernde oder beziehungsbeendende Blick. Also fügt er Schmerz zu, einen mit der Beschämung verwandten Schmerz, und löst Reaktionen der "Beschämungsschmerzabwehr" aus, entfernt vergleichbar dem Reflex des Sich-verbergen- oder Sich-entstellen-Wollens vor der zuschnappenden Fotokamera.“ 
Henning Köhler

Zu den Themen im Einzelnen informiert der Flyer.

Leitung
Henning Köhler, Heilpädagoge / Erziehungsberater / Autor zahlreicher pädagogischer Bücher, Nürtingen

Termin
Dauer 2 Jahre mit 6 Wochenenden pro Jahr und je einer Blockwoche in den Osterferien.

Unterricht: Fr. 17:00  -  20:30, Sa. 09:00 - 19:15, So. 09:00 - 12:30

 

Die aktuellen Termine und Themen für 2018 erscheinen in Kürze.

Thema des nächsten Wochenendes 10. - 12. November 2017: Mission und Fluch der Angst

 
Ort
Seminar für Waldorfpädagogik Köln im Freien Bildungswerk Rheinland, Vorgebirgswall 4-8, 50677 Köln

Kosten und Umfang
100,00 € monatlich für 2 Jahre
Bildungsscheck und Bildungsprämie können eingereicht werden.
Zu den Zahlungsmodalitäten lesen Sie bitte die AGB

Intuitive Pädagogik mit Pär Ahlbom

Wahrheit als Tätigkeit

Wie entstand die Intuitive Pädagogik?

Vor rund 40 Jahren begann Pär Ahlbom mit einigen Freunden in Järna/Schweden eine Schule zu entwickeln.
Dort, in der alltäglichen Arbeit mit den Kindern entstanden viele Übungen und Spiele, mit deren Hilfe Grundfragen des Lebens bewegt und bewusst werden und die weit über das Schulleben hinausreichen.

„Wenn Wahrheit als Tätigkeit gedacht werden kann, schimmert die echte Bedeutung von Intuition durch. In allem Üben, Spielen, Arbeiten, in allem Tun überhaupt und auch in Naturvorgängen, wenn sie gesund sind, gibt es dieses fließende, freiwillige Strömen oder Wachsen, dem eine völlig andere Qualität innewohnt als dem sogenannten Richtigen, Normalen oder sonst üblich Genügenden...

Das Wort Intuition bedeutet im alltäglichen gebrauch etwas Unbestimmtes, einen Einfall, der doch irgendwie das Richtige trifft, Hier aber willes etwas konkret Lernbares sein, das mit Aufmerksamkeit und gegenwrtigkeit zu tun hat. In der Schulung für Intuitive Pädagogik wird Wachheit dem Denken und dem Sinnesleben gegenüber durch Bewegungsspiele, musikalische Improvisation, bildende Kunst und Gespräche aus der Arbeit heraus geübt."
Pär Ahlbom

Für weitere Informationen öffnen Sie bitte rechts den Flyer.


Preise und Anmeldebogen finden Sie hier

Einen Kindergarten leiten!

Diese berufliche Fortbildung richtet sich an KindergartenleiterInnen und diejenigen, die es werden wollen. Sie ist in sieben Wochenend–Workshops von Oktober 2017 bis September 2018 angelegt. Die einzelnen Workshops haben jeweils einen thematischen Schwerpunkt (siehe nebenstehender Flyer).
Die Fortbildung wird von Wolfgang Nährig und Susanna Steinhausen geleitet. Wolfgang Nährig ist Mastertrainer der „Dynamischen Urteilsbildung“ des Beratungsunternehmens „Trialog“. Seit 20 Jahren begleitet er Menschen und Organisationen, die sich in Entwicklungsprozessen befinden. Susanna Steinhausen ist Heilpädagogin und Erzieherin und verfügt über 20 Jahre Erfahrung als Leiterin von Waldorfkindergärten.

KindergartenleiterInnen arbeiten nicht mehr schwerpunktmäßig pädagogisch inhaltlich, sondern gestalten die Entwicklungsprozesse der eigenen Persönlichkeit, der Mitarbeiter und der gesamten Einrichtung. Diese vielfältigen Anforderungen benötigen eine fundierte Grundlage zu Führungsqualitäten. In jahrelanger Praxis hat sich der Ansatz der „Dynamischen Urteilsbildung“ bewährt um die vielfältigen Anforderungen, Fragen und Konfliktpotentiale zu bewältigen und so als Organisationsstruktur zu etablieren.

Während der Fortbildung werden insbesondere folgende Themen bearbeitet:
Wie wirke ich auf die Motivation der Mitarbeiter? Wie kann ich Bewusstsein schaffen - für mich selber und für Andere- statt mich von der Betroffenheit leiten zu lassen? Wie steuere ich Kommunikationswege? Wie entwickele ich eine verlässliche Verantwortungsstruktur, die sich sinnvoll aus den Arbeitsprozessen ableiten lässt? All diese Themen betrifft die Arbeit im und mit dem Kollegium und anderen Gremien, in denen die Leiterin ihren Wirkungskreis hat, wie Vorstand und Elternrat etc. Wie kann in diesen Bereichen eine nachhaltige Struktur für die Einrichtung geschaffen werden, die nicht von der Person abhängig ist, sondern Teil der Einrichtung ist?

Ziel der Fortbildung ist, den TeilnehmerInnen ein fundiertes Handwerkszeug mitzugeben, mit dem sie Gesprächs-, Entscheidungs- und Konfliktsituationen sicher und souverän gestalten können.

Information: Seminar für Waldorfpädagogik Köln
Yvonne Rausch, Tel. 0221-9414930,
rausch@fbw-rheinland.de

Grundlagen der Kleinkindpädagogik nach Emmi Pikler

 

Die Förderung von Kleinkindern rückt auch in Deutschland seit einigen Jahren in den Mittelpunkt der Erziehung der Kinder. PädagogInnen in Kindertagesstätten – sowie Forscher in unterschiedlichen Wissenschaften und engagierte Menschen in der Politik – legen ihr Gewicht im Besonderen auf das Ziel intellektueller Begleitung und Förderung in der frühkindlichen Erziehung. Bei genauer Wahrnehmung des Kleinkindes stellt sich jedoch die Frage, ob es diese „Förderung“ ist, die das Kleinkind für seine Entwicklung benötigt oder ob wir ein anderes Verständnis in der Begleitung, Erziehung und Bildung von Kleinkindern benötigen?

 

Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler (1902-1984). Sie gründete 1946 das Waisenhaus Lózcy in Budapest und gewann durch ihre intensive Beobachtung der Säuglinge und Kleinkinder wesentliche Erkenntnisse für die Begleitung der Kinder. Ihre praktischen Erfahrungen mündeten in Reformideen und impulsierten einen Haltungswechsel dem Kind gegenüber. Die Arbeit im Lózcy wird bis heute weitergeführt von ihrer Tochter Anna Tardos, Kinderpsychologin.

 

Der pädagogische Ansatz Emmi Piklers wird in diesem Seminar mit Vorträgen und in Arbeitsgruppen vorgestellt.

Geeignet für ErzieherInnen, Tagespflegepersonen und Interessierte.


Szilvia Papp, Heilpädagogin, Emmi Pikler Institut, Budapest/Ungarn
Andrea Szöke, Sozialpädagogin, Emmi Pikler Institut, Budapest/Ungarn
Zsuzsanna Libertiny, Pädagogin, Emmi Pikler Institut, Budapest/Ungarn